Schröpfen
Wo die Natur einen Schmerz erzeugt,
dort will sie schädliche Stoffe anhäufen und ausleeren.
Paracelsus

Das Schröpfen ist eine Methode, die sowohl seit Jahrhunderten in der europäischen Naturheilkunde etabliert ist, als auch ein Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) darstellt. Beim Schröpfen wird ein Glasgefäß (Schröpfkopf) auf eine Hautstelle aufgebracht. Es entsteht ein Unterdruck und die Haut wird in das Glas eingesogen. Die Ansatzstellen dafür sind nach der Lehre der TCM ausgewählte Akupunkturpunkte und Reflexzonen. Das Besondere an ihnen ist, dass sie eine Verbindung zu den inneren Organen und anderen Strukturen, wie z.B. Muskeln, Gelenken aufnehmen sollen, diese beeinflussen und damit vielfach die Harmonie im Organismus wiederherstellen.
Eine weitere, sehr wichtige Aufgabe des Schröpfens besteht darin, schädigende Stoffe aus dem Bindegewebe auszuleiten. Diese können sich aus naturheilkundlicher Sicht über Jahre anreichern und machen unserer Meinung nach eine Behandlung zur Ausleitung zu einer sinnvollen Therapie.
Folgende Wirkungen der Schröpftherapie sind bei Therapeuten bekannt:
-
Oftmals beobachtete Wirkungen auf die Haut
-
Steigert die Blutzirkulation
-
entfernt giftige Substanzen von der Hautoberfläche
-
beschleunigt die Sekretion von Salzen, Wasser, Talg
-
stärkt die Erneuerungsfähigkeit der Haut
-
stärkt die Widerstandskraft gegen schädigende äußere Faktoren
-
Oftmals beobachtete Wirkungen auf die Muskeln
-
Aktivierung und Erweiterung der Blutgefäße in den Muskeln, dadurch wird der Blutabfluss von gestautem Blut erleichtert
-
Erleichterung des Lymphabflusses
-
Oftmals beobachtete Wirkungen auf die Gelenke
-
bessere Durchblutung des Gelenkes
-
stärkere Absonderung von Gelenkflüssigkeit
-
Auflösung von Muskelkrämpfen/Verspannungen rund um die Gelenke
-
Oftmals beobachtete Wirkungen auf die Verdauungsorgane
-
Anregung der inneren Organe, deren Peristaltik und deren Sekretion von Verdauungssäften
-
Anregung der Aufnahme und Verdauung von Nährstoffen
-
Oftmals beobachtete Wirkungen auf die Blutzirkulation
-
Verbesserung der Blutzirkulation, es werden Unterbrechungen des Blutflusses und Stauungen aufgelöst
-
Oftmals beobachtete Wirkungen auf das Nervensystem
-
Schmerzen werden gelindert
Die Schröpftherapie eignet sich nach Beobachtungen der Anwender bei folgenden Beschwerden:
-
Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Rückenschmerzen, Verspannungen, Hexenschuss)
-
Entzündliche Prozesse (z.B. entzündliche Lungenerkrankungen, Nervenentzündungen, chronische Mandelentzündung)
-
Erkrankungen der inneren Organe (z.B. Galle, Niere, Leber, Magen-Darm)
-
Chronische Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, chronischer Kopfschmerz)
-
Antriebslosigkeit
-
Erkältungsneigung
-
Cellulitebehandlung
Die Methoden des Schröpfens, wie auch andere sog. Ausleitungsmethoden sind in der Naturheilkunde seit Jahrhunderten etabliert, werden aber von der Schulmedizin kaum anerkannt, weil einerseits keine ausreichenden Studien zur Wirksamkeit vorlägen, andererseits die Schulmedizin und die Naturheilkunde unterschiedliche Auffassungen des Krankheitsgeschehens haben.